Welche Anlagen sind von der Inspektionsvorschrift betroffen?

Grundsätzlich sind alle Lüftungs- und Klimaanlagen betroffen, die eine Nenn- Kälteleistung von >12 kW besitzen und welche den in §12 der aktuellen EnEV angegebenen Inspektionsintervallen und Fristen (länger als 10 Jahre in Betrieb) unterliegen.

Dies sind insbesondere:

  • Klima- und Teilklimaanlagen mit >12 kW Nennkühlleistung
  • Raumklimageräte und Raumkühlsysteme ohne Lüftungsfunktion ab 12 kW Nennkühlleistung (z.B. Kühldecken, Umluftkühlgeräte)
  • andere maschinelle Systeme zur Temperaturabsenkung mit mehr als 12 kW Nennkühlleistung (z.B. Anlagen mit Verdunstungskühlung)

Die angegebene Leistungsgrenze ist dabei grundsätzlich auf die Kälteerzeugungsanlage bezogen. Sollen nur die RLT-Anlagen untersucht werden, so gilt hier die Nenn-Leistung des Kühlregisters.

Anlagen bei denen der Energieeinsatz nicht der Konditionierung des Raumklimas dient, sondern dieser ausschließlich zum Zwecke der Aufrechterhaltung von Produktionsprozessen genutzt wird, unterliegen nicht den Pflichten zu einer energetischen Inspektion. Dazu gehören z.B. reine Serverräume, Rechenzentren, Tiefkühlräume etc. Da solche Anlagen allerdings erfahrungsgemäß ebenfalls einen sehr hohen Energiebedarf haben, sollten diese freiwillig einer energetischen Inspektion unterzogen werden. Gerade im Gewerbe- und Industriebereich kommt es häufiger zu Umnutzungen, oder anderen Anpassungen in Gebäuden, wobei oft die Optimierung der Klimaanlagen auf die tatsächlichen Anforderungen außer Acht gelassen wird!

Zuletzt aktualisiert am 09.02.2019 von Dan Hildebrandt.

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